31. Januar

Heute geht der Januar zu ende und der erste Schritt zum Weltrekord ist fertig. Mein Buch “ 6 Wochen, Bericht eines Stasiopfer’s “ ist erschienen und das zweite Buch für Februar ist schon in der Endbearbeitung. Damit ist der Termin für nächste Woche gesichert. Also ist alles auf sicheren Wegen. Freue mich, wenn ich das selbe noch im Dezember schreiben kann. Denn dann habe ich es wirklich geschafft 12 Bücher in 12 Monaten zu schreiben und  zu veröffentlichen und das in verschiedenen Gebieten.

Heute möchte ich hier sowas wie einen offenen Brief hinterlassen.

Lieber Herr Ivan Portnih (Иван Портних)

Sie haben vor ein paar Tagen den Mund in Bezug auf Straßenreinigung doch etwas sehr voll genommen. Auch Gestern haben Sie auf ihrer Seite bei Facebook das Thema angeschnitten. Ich muss leider sagen, entweder fahren die Fahrzeuge auf Ihrer Strecke von zu Hause zur Arbeit eindeutig öfters oder man hat in an Ihren Scheiben am Auto falsche Fotos angeklebt. Damit sie denken das alles doch gut läuft mit der Winterreinigung. Hier ein paar Fotos aus Vinitsa. Soweit bekannt gehören wir auch zur Stadt Varna und würden gern bei über 20000 Einwohner gern mal was davon abhaben. Denn nur die Fahrbereiche der Hauptstraße reichen für soviel Einwohner nicht aus.

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Zur Reinigung für die Stadt zählt auch die Winterbereinigung der Gehweg über die Brücke oder links und rechts der Bushaltestellen. Dann der Bereich der Post in Vinitsa ist super toll Gefegt, gestreut und geschoben. Nichts ist dort, wie auf dem 2 ten Bild zu sehen. Jetzt erklären Sie mir doch mal bitte, wie soll ich da eine 72 jährige Frau mit 2 Gehhilfen bis zum Arzt durchbekommen. Straßen sind nicht nur eine Durchfahrtsstraße hier. Ich lade Sie hiermit gern ein, mal mit dem Bus von Varna hoch zukommen. Sie steigen dann am Makao aus und gehen Richtung Post und die Straße Tcherno More weiter runter. Bis zum Spielplatz, genau davor führt unser Weg dann runter zu unser Wohnung, Bitte tun Sie dies und Sie werden deutlich verstehen, das es unmöglich ist meine Mutter zum Arzt zu bekommen. Bevor Sie den tollen Winterdienst wieder so loben, sollten Sie sich nächstes mal selbst davon überzeugen, das Ihre Wortwahl wohl ein bisschen zu vollmundig war. Es wäre besser gewesen zu sagen. “ Es freut mich, das die Winterdienste sehr zügig ihre Arbeit aufgenommen haben und Hauptverkehrsstraßen mit angemessenem Tempo befahrbar gehalten wurden. Natürlich sind wir noch nicht auf dem Niveau, wo andere Länder in Europa stehen bei der Winterreinigung, aber wir machen weiter große Schritt zum erreichen dieser hohen Qualität. “ Dann wären die Menschen vielleicht nicht so enttäuscht, wenn es dann dauert, bis man es richtig in Griff hat. Auch wir in Deutschland brauchen bei Wintereinbruch 2 bis 3 Tage um alles wieder in Gang zu haben und das nach jahrzenter langer Erfahrung mit Winterdienst. Bitte Herr Иван Портних zerstören Sie durch solche unüberlegten Aussagen nicht das, was Sie in den ersten Monaten positiv in Ihrer Amtszeit in Varna verbessert haben. Denn Sie sind nach der Ära Kiril Yordanov, ein wichtiger und guter Lichtblick für die Zukunft Varna’s. Bitte gehen Sie diesen Weg weiter zum Wohl und der Zukunft aller Menschen die in Varna leben, Urlaub machen und ihr Herz hier verloren haben.

Mit freundlichen Grüßen

Schriftsteller und Autor Frank Frühbrodt

30. Januar

Heute wieder ein paar Worte zu meinem Weltrekordversuch. Das Buch für Februar ist fast fertig. Es fehlen nur noch 3 bis 4 Seiten. Wenn es so weitergeht, dann schaff ich es wirklich meinen selbst gesetzten Termin mit ende nächste Woche Anfang 2 Woche im Februar locker zu halten. Also bis jetzt Hut ab, aber ich bin locker bei meine Termine zu halten und trotzdem nebenbei noch am normalen Leben teil zuhaben. Habe heute die tolle Sonne genossen, als die Hunde im Garten durch den Schnee tobten, stand ich in der sonne und träumte. Also, wenn das Jahr so weitergeht, dann wird es ein sehr gutes Jahr, für uns alle. Auch bei Karin ist viel Bewegung zur Zeit da mit dem Malen. Es ist schon Wahnsinn, wie manchmal etwas auf einmal vollkommen unerwartet voll Fahrt aufnimmt. Aber was unerwartet ist, ist auch dann schon wieder gut. Das Wetter hier in Bulgarien ist schon im Moment voll ohne Berechnung. Gestern Wintersturm, wie ich ja schrieb und heute nun Sonne, herrlichstes Winterwetter. Aber die Temperatur sind auch schon rauf und runter. Morgens in der Sonne mal eben so um 2 Grad Plus und heute Abend dann wieder bis zu 15 Grad Minus. Wir springen hier zur Zeit hin und her. Man merkt, das wir hier am Schnittpunkt eines russischen Hochs und eines afrikanischen Tiefs liegen. Mir egal, solange alles andere läuft. Den Titel für das Buch im Februar, werde ich am Mittwoch, den 5.2.2014 bekannt geben. Bin dann mal gespannt, was und welche Reaktion allein auf den Titel kommen werden. Ich weis, das es ein Thema ist, was zu Kontroversen neigt. Freue mich schon drauf. Bis dann, werde ich erst weiter so hier sein, meine lieben Leser.

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Darf es ein bisschen Frühling sein. Ich finde bei Minus 15 Grad, kann man schon mal eine Blume blühen lassen.

29. Januar

Heut nur ein kurzes Intermezzo, hier von mir. Ein kleins Gedichtle zu dem was gerade vor mein Türle sich abspielt.

Wintersturm

Er lässt die Flocken tanzen,
er peitscht sie durch die Nacht,
er ist ihr Herr,
er lässt ihn keine Ruh,
sie müssen tun ihn zu gefallen.
Lässt Blumen blühen,
starr vor Eis.
Deckt die Erde zu,
ein weißer Schleier fein,
zur Ruh kommen,
was schlafen soll.
So bitter kalt,
wer nicht Sein,
muss versteckt sein.
Pfeift durch die Nacht,
bringt Winter mit aller Macht.

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Mein Dicker im Garten. Suchbild!

28. Januar

Nun war es mal wieder soweit. Es war Nachbarschaftshilfe gefragt. Als ich und Karin vom Einkauf zurück kamen, sahen wir wie unser Nachbar Nikolai versuchte sein Transporter aus dem Tal zu holen. Sowie er und sein Sohn dafür sich abrackerten, brauchten sie ihn. Vermutlich mussten sie Material holen. Denn Opa Nikolai macht Metallarbeiten vom Schweißen bis hin zu Toren, Geländer und das auch sehr gut. Also Nikolai würde ich in diesem Thema zusprechen, das er weiß was er da macht. Wenn er sagt ich bin Meister, kann man ihm das glauben.

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Hier Beispiel, für ein Selbstentwurf für Grill. Dieser funktioniert richtig gut. Mit Ablagen, Rädern für den Transport, an alles Gedacht.

Sie hatten es dann schon etwa 15 Meter auf den Berg geschafft. Aber dann ist wohl Streumaterial ausgegangen.  Wir haben erst mal unseren Ofen gereinigt und die Asche dann raus gebracht. An dem Punkt wo der Wagen dann nicht mehr weiter wollte, haben wir den Aschenkübel gestreut. Da kam er erst mal auf das erst zwischen Stück nun ging es noch darum den Rest rauf zukommen. Bei uns auf dem Hof liegt noch so ein Kies – Sandmischung. Die frei geklopft und dann im Eimer auf den Fahrweg gestreut. Auf den Bildern seht ihr, das es dann wahr und der Transport auf den Berg kam.

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Ich bin das Rote Männchen an der Seite. Das andere Sind Nikolai und sein Sohn. Erstes Bild zeigt, wie wir streuen und auf den zweiten ist zu sehen, wie dann der Transport den Weg auf den Berg schafft. Schaut mal alle genau hin, dann seht ihr wie steil, dieses kurze Stück allein ist. Mit dem Eis darunter ist das halt nicht so einfach. Aber wenn alle anfassen und zusammen halten, dann schafft man es.

27. Januar

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Heute fange ich mal mit einem Bild. Heute kam denn zum Eis von Gestern noch der Schnee mit dazu. Varna’s Kinder haben jetzt wegen Grippewelle und der schlechten Bedingungen für Schulweg bis zum 4.2. mindestens frei. Das mit dem Schulweg verstehe ich voll und ganz. Muttern fragte mich heute Morgen, ob ich nicht ein paar Zigaretten holen würde. Sie selbst, auch wen sie jetzt wieder dank Spritzen laufen kann, schafft das nicht mit ihren Krücken. Ich habe dann erst mal Holz reingeholt und bin dann los eingepackt wie ein Schneemann. 2 Hosen, Shirt, Pullover und Jacke und dicke Handschuhe. Der Schnee und die Kälte ist überhaupt kein Problem gewesen. Nein das Problem, war das Eis, was über Nacht vom Wind richtig blank gepustet wurde. Das fing dann gleich bei unserer Einfahrt an. Alles blank, spiegelglatt, das Problem unser Haus liegt in einer Seitenstraße und die Fällt sehr steil ab, also sauberes Gefälle. Erst mal Sand besorgt, liegt ja hier grade rum, da der Vermieter kurz vor her noch Beton selbst angemischt hat. Also den Sand lose gekloppt und dann auf das Eis gestreut um es stumpf zu machen. Dann den Berg hoch, dort auf der Straße sah es auch nicht anders aus. Jetzt heißt es Weg suchen immer da lang wo irgendwie Schnee drauf ist oder der Untergrund uneben. Hoch und dann auf die Hauptstraße, laufen oft wie auf Eiern und immer schön hinschauen wo man läuft. Zum Beispiel ich dann gesehen, das da ein Stück frei war, super. Naja das ging 3 Meter gut, dann war da wieder Eis, also leichter Rückwärtsgang und runter vom Eis. Doch denn etwas längeren Weg genommen und dann sicher ohne Sturz angekommen und so auch wieder zurück. Für ein Weg denn wir sonst in 15 Minuten schaffen, Heute satte 45 Minuten gebraucht. Un d Nachmittags liest man dann noch auf einer bulgarischen Internetplattform, das der Bürgermeister von Varna mit dem Räumdienst zufrieden war. Ich nehme mal an, das sie überhaupt gefahren sind, ok. Wir kennen es hier nicht anders. Gegen Abend versucht doch wirklich unsere Vermieterstochter ihr Auto ( siehe Bild) den Berg rauf zu bekommen außer wiiiiuuuuu und schlittern war nicht viel mitzubekommen.  Tja ist halt eben ein Heckantrieb. Nach 30 Minuten Auto warmlaufen und dann 20 Minuten versuch den Berg rauf zukommen, wollte sie wohl nicht mehr. Wie man sieht hier erlebt man selbst was, auch wenn man damit nicht rechnet. Bulgarien ist schon doch noch sehr urtümlich. Wir lieben das Land, auch wenn einem manchmal die Menschen schon fast in den Wahnsinn treiben, Gruß an Karin’s Telefonpartner von Heute.

26. Januar

Es hat uns endlich auch hier in Varna der Winter erreicht. Gestern noch 5 Grad plus und Dauerregen und heute Morgen dann minus 7 Und alles eingefroren. Der Regen hielt sogar noch bis Mittag an und kam als Hagel runter. Alles was schon in Blüte war oder auch grüne Stängel vom Knoblauch, alles mit einer Regeneisschicht ummandelt. Es ist wie in einem unwirklichen bizarren Traum, in dem man von einer Wasserschicht umschlossen wird und dann alles auf einen Schlag zu Eis wird. So ist die gesamte Landschaft um uns herum verwandelt und das in einer sehr kurzen Zeit von nur etwa 4 Stunden. Zum Nachmittag hat der Sturm wieder zu genommen und jetzt gegen Abend ist er wieder sehr Stark. Es Pfeift und zisch nur so um das Haus herum. Unsere Vorhänge für sehr kalte Tage haben auch ihren Einsatzort eingenommen und halten so die Wärme des Ofen’s in der Wohnung. Holz ist auch da und damit ist es kein Problem das er jetzt hier ist der Winter.

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Natürlich geht an diesem Tag auch wieder mal was in die Witzkiste für das Buch über die Kurzgeschichten in Bulgarien. Einer unser Nachbarn, wollte wohl besonders schlau sein. Kam er doch heute Morgen nicht aus seinem Grundstück raus. Das ist nun mal ein Problem, wenn alles Eisentore und Türen sein müssen. Der Regen mit dem schnellen Frost hat alles umschlossen. Er rüttel an seinen Toren und bricht fast den Schlüssel ab, aber eingefroren ist eingefroren. Jetzt hat er die schlauste Idee des Tages, geht ins Haus und macht sich in einem Wasserkocher schnell heißes Wasser. Kurze Wetteransage dazu, Um minus 7 Grad, kalter Wind so um die minus 20 Grad und immer noch Regen/ Hagelgemisch. Er kommt raus und nimmt Schwung, es macht platsch. Das heiße Wasser trifft auf die Tür, er freut sich, bringt seinen Kocher wieder rein. 2 Minuten später wieder draußen und will den Schlüssel ins Schloss stecken. Hahahaha, das ist schon wieder zu gefroren, klar wenn der Wind mit etwa minus 20 auf das Schloss weht war es das. Er steht jetzt da und weiß nicht mehr was er machen soll. Da kommt ihm Gott sei dank, ein anderer Nachbar zu Hilfe und Kippt einfach eine kleine Flasche mit selbst gebrannten Rakia auf das Schloss. Siehe da so etwa 50 Promille wirken toll und der Superidee Mensch kommt doch noch aus seinem Grundstück raus. Tja ein guter bulgarischer Haushalt hat immer Rakia im Haus und sei es nur um den Frost zu bekämpfen.

25. Januar

Heute ist der Witz des Jahres passiert. Auf einmal, war unserer Internet weg. Also Handy angerufen, was denn los sei. Da kam so eine komische Antwort, sie wissen bescheid und wenn das Wasser weg ist, dann geht es wieder. Was soll man damit Anfangen? Antwort kam etwas später. Erst mal, gemeckert, denn wenn alles über der Erde in einem Kabelgewirr rumhängt, wieso muss dann das Wasser weg. Antwort kam dann heute Abend. Waren mit dem Bus unten in Varna und sind dann an unserem Anbieter vorbei gekommen. Es war aber schon 19 Uhr, hätte also alles dunkel sein müssen. Auf der Straße stand ein großer Wagen mit Pumpe und alles hell erleuchte. Da wird man ja mal Neugierig. Also näher ran und geschaut. Da sind die am Keller auspumpen und was für Massen. Schon ins Grübeln gekommen, Anbieter und Keller im Wasser. Also nachgefragt und dann haben wir erst mal Danke gesagt und gesehen das wir das Weite finden. Denn wir wollten nicht vor den Leuten laut los lachen, sie können nichts für ihre doofen Chef’s. Es ist wirklich wahr, was ihr jetzt auch gedacht haben werdet. Die Server des Anbieters hat man wirklich in die maroden Keller und den Büro’s aufgestellt. Alle Server sind hin und hochgegangen. Das war ja zu erwarten. Selbst in Deutschland, wo Kanalisation, Abdichtung und sowas ja schon Standard sind, würde keine Anbieter auf die Idee gekommen seine Server unter der Erde in einem normalen Keller zu stellen und zu hoffen, es wird schon nichts passieren. Hier hat mal wieder die Gier und die Logik von einer bestimmten Gruppe von Bulgaren, das Chaos perfekt gemacht. Viel Geld in kurzer Zeit verdienen, aber nichts Investieren. Toll gemacht. Da freut es einen, wenn man dann andere Trifft, die das nicht so machen oder wenigstens vorher Nachdenken.  Danke das es Euch hier in Bulgarien auch gibt. Das Ausführlich davon kommt dann in das Kurzgeschichten Buch über Bulgarien, was im Mai erscheinen wird. Titel der Kurzgeschichte wird dann sein: “ Wie versenke ich einen Server „. So werden in diesem Buch einige Geschichten auftauchen, die über solche Begebenheiten handeln, die uns oder andere hier in Bulgarien so passiert sind. Aber sie werden fast alle mit dem lachenden Auge geschrieben werden. Es sei den es geht nicht anders, dann werden sie auch traurig sein.

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