31. März “ Tschau Varna“

So Heute noch erstmal für 2-3 Tage ein letzter Eintrag. Um 17 Uhr holen wir den Transporter, dann wird geladen und früh ins Bett gesprungen. Morgen ist dann um 6 die Nacht vorbei und es geht gegen 8 Uhr los ins neue Domizil. Das ist mein letzter Eintrag für 3 Tage, weil wir nicht bereit sind einer Dorfbescheiß- Mafia für Internet und Fernsehn 1650 Lewa plus 65 Lewa monatlich in den Rachen zu schmeißen. Also werden wir dann am 2 nach Karnobat und dort im Globulladen Stick und sowas holen, kostet dann nur mit allem 50 Lewa, geht aber halt erst vor Ort. Jetzt weiß ich das der ein oder andere sagt, so ist das nicht. Da muss ich aber leider widersprechen, jedenfalls dort in der Gegend versuchen sogenannte Installation-Firmen bei Ausländern mehr raus zu holen, als es richtig wäre. Das ist aber leider auf dem Land hier in Bulgarien nicht ganz unüblich, wie uns Globul, Bulsat und Vivacom sagten. Auch unsere Vorgänger hatten solch eine Summe bezahlt um Internet und Fernsehn zu haben. Das Problem ist halt, der zu geringe Konkurrenzkampf ( 1 Firma für 30 Dörfer), in der Stadt ist halt mit der größeren Firmendichte ein besseres Preis – Leistungsverhältnis. Varna mit Anschluß, Box für Telefon, Internet und Fernsehn nur 70 Lewa und im Monat dann etwa 30 Lewa für alles.  Also werden wir es uns selbst besorgen und dann sind wir wieder ON-AIR. Bis dahin wünsch ich euch allen viel Spaß hier und im Realen da draußen. 001 (2)vlsVarna - leten teatarvkn003 (2)024 (3)

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30. März “ Sonderstellung in Bulgarien“

Heute noch mal zu unserem Vinitsa zurück. Die meisten verstehen ja nicht, warum Vinitsa keinen Bürgermeister hat und nur einen Direktor. Versuche hier mal in Kurzform die Geschichte dazu wiederzugeben.  Vinitsa war eigentlich ein kleines Bergdorf in der nähe von Varna. Die Lage aber in einem Bergtal, das nur zum Schwarzen Meer hin offen ist, war und ist hier immer deutlich besseres Wetter als in Varna direkt. Das hat mit den Windeinflüssen an der Bergkuppe hinter dem Ort zu tun, als Meteorologe könnte ich euch jetzt mit den Fachbegriffen tot schmeißen. Darum wurde es interessant für Weinbau und später für die kommunistische Garde als Garten und Dacia (Lauben)-Viertel wichtig. Nun siedelten sich aber auch immer mehr Menschen hier an, wegen der kurzen und direkten Anbindung an Varna, aber des leichteren und sauberen Lebens hier oben. Somit floss Vinitsa dann in das Stadtbild von Varna mit ein und wurde ein Stadtteil. Nun wollte aber die Bürgermeisterin hier in Vinitsa den Ort wieder in seine Eigenständigkeit zurück führen. Denn man zählt mittlerweile um die 20000 Einwohner, also Kleinstadt- Niveau.  Zu dieser Zeit herrscht aber in Varna der tolle Kiril Yordanov und das schon 10 Jahre. Er wollte auf keinen Fall die Steuereinnahmen aus diesem Stadtteil verlieren und eine seiner sicheresten Einnahmequellen hergeben. Somit wurde kurzer Hand der Bürgermeisterposten für Vinitsa abgeschafft und nur ein Direktor eingesetzt für die Verwaltungsarbeiten.  Man muss nur mal bedenken in Vintsa zahle ich für ein Grundstück von etwa 600 qm und einem Einfamilienhaus was halb zerfallen ist und keine Kanalisation hat 211 Lewa Jahressteuer. ( Wir haben dann in Cherkovo 1600 qm ein Haus in gutem Zustand und zahlen gerade mal 17 Lewa Steuern.) Nun rechnet man sich mal aus, was die neugebauten Häuser ob Ein- oder Mehrfamilienhäuser dann für das Jahr zahlen.  Es ist ein Ort des Mittelstandes und der Familien, also auch viel Geld für bulgarische Verhältnisse hier.  Vinitsa ist ein Ort der seine Blütehochzeit noch nicht erreicht hat, nein es ist mit weiterem und deutlichen Wachstum hier zu rechnen. Deswegen der so wichtige und feste Anschluss an Varna.

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So und hier für die Freunde der Deutschen Rechtschreibung ein bisschen was hartes:   Ogen, Flesch und Bene, wer ma haut den hau ick wieda. Wenn dene Schrippe nit wesst wo se kriegst, dann musst kanst schieben. Liebe Mischpoke, ick wünsch euch jans jut Jeschmack beim Malorka süffeln.

29. März “ Es ist soweit“

Ja was ist soweit?  Heute sind es viele Dinge.

Erstens: Mal wieder seine nicht vorhandene Armbanduhr nehmen gegen die Wand schmeißen und hoffen, das sie es schafft allein eine Stunde vorzuwandern. Ja es ist soweit, die Uhr um eine Stund weiter zu drehen und allen eine Stunde Schlaf zu klauen. Es sei den ihr geht eine Stunde früher ins Bett als sonst. Auch hier in Bulgarien drehen wir alle an der Uhr mit. Nur der böse Russe und sein Putin tun es nicht mehr. Wie werden sie es dann wohl auf der Krim machen. Alle Russen dort tragen Moskauzeit und die Ukrainer dann Kiewerzeit. Der erste Stadt mit zwei Uhrzeiten auf einem Punkt.

Zweitens: Kartons, Taschen und alles Andere muss gepackt werden. Ja wir sind im großen Einpackfieber. Dienstag fährt ein kleines Transporterlein von Vinitsa nach Cerkovo und wir sind im neuem Heim. Aber von Stress ist trotzdem bei uns nicht zu merken, eher ist es Aufbruchstimmung. Auf zu neuen Ufern, neuen Menschen und eine neue Umgebung. Mal sehen ob es dort dann so ist, wie hier. Samstag von der Wohnungstür zum Einkaufsladen, ein Weg von etwa 800 Meter und mindestens 18 mal Grüßen. Manchmal fragt man sich wirklich, woher kenne ich diesen Menschen schon wieder. Aber klar, wer hier in Bulgarien über bestimmte Menschen eine Biografie schreibt und das auch noch über Facebook sagt, muss sich nicht wundern. Auch wenn man immer offen ist für die Anderen und ihnen nicht wie ein Oberlehrer alles vorredet. Man muss sie sich selbst entscheiden lassen, was sie wollen. Vor allem immer dran denken es sind Menschen, so wie du selbst.  478147_306381122827063_1307652534_o 486720_306387372826438_2077788738_n

Tschau Vinitsa, der Ort der uns 3 Jahre eine Heimat gab. Der Ort an dem wir Leben lernen durften. Der Ort mit vielen tollen Menschen.

28. März „Kirschblüte in Bulgarien“

Ja, jetzt ist hier auch in Varna die Kirschblüte im gang.  Nach dem schon die Mirabellen, Nektarinen und die mit betörenden Duft umgebenen Mandeln blühen, sind die ersten Kirschbäume mit den weiß zarten Blüten überseht.  Ja unsere Bäume sind voll dabei ihre blühende Pracht in aller Menschenaugen zum erstrahlen zu bringen. Auch wenn Heute unser Wetter hier in Varna nicht toll war und es den ganzen Tag im wieder zu Regen kam, ist es eine tolle Pracht es zusehen.  Der Duft ist auf keinen Foto bahn bar und aber so betörend, wie ein Park voller Rosen, Veilchen, Dahlien und andere Blumen. Der Garten sich erhebt, ohne Blätter an den Bäumen und doch voller Blüten zart in Weiß und Rosa.

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27. März „Kampfkünste in Bulgarien wiederbelebt“

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Heute hat Karin mal wieder nach 10 Jahren unsere Schwerter genommen und sich in unserem alten Garten ein bisschen warm gemacht. Ja vor etwa 10 Jahren haben wir das noch öfters gemacht und auch die Beweglichkeit, war etwas schneller. Gut das es von mir keine Fotos gibt von heute, aber Foto ist ja egal. Denn dort sieht ja keiner wie schnell man wirklich gerade zieht oder ob man gerade die Ruhe in sich ziehen lässt. Aber wir haben schon gemerkt, das man zwar alles, wie beim Radfahren, noch kann trotzdem ganz schön eingerostet ist. Wenn alles durch ist und wir im neuem Heim sind, wollen wir wieder mehr damit machen und die alten Bewegungen zum Leben erwecken. Schön wenn man weis, was man kann, aber es lange nicht benutzt hat. Karin führt nicht gern das 2 Hand Katana (Tachi), ihre Waffen sind eher das kürzere Wakizashi und das Kampfmesser Tanto. Ich liebe dagegen das Katana und seine Führung durch beide Hände im Einklang zur Bewegung und dem Klang des Zuges durch die Luft. Somit haben wir beide beschlossen unsere Fertigkeiten wieder zu erwecken und sie zu trainieren. Karin hatte die Fotos schon in Facebook gepostet und was war. Die ersten hier im Ort, die die Fotos gesehen haben, fanden es toll. Man sprach sie sogar schon drauf an. Ja auch hier in Bulgarien wissen die Menschen, was japanische und chinesische Kampfkunst ist.

26. März “ Umzug steht an der Tür“

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Ja der Umzug steht kurz bevor, nächste Woche am Mittwoch haben wir schon eine Nacht im Neuem geschlafen. Ja hier wirkt die Wohnung schon komisch, ein Teil schon verpackt und der Rest wartet. Auf dem Foto schauen unsere Beiden schon, wann kommt wohl das Auto und dürfen wir mit. Natürlich dürfen sie mit. Möchte keinen der beiden missen in meinem Leben. Ob es nun mein Teddy ist, oder die gefundene Frida aus der Tonne. Sie gehören zu uns, wie unser Name an der Tür. Hier ein Gedicht, was so auch im neuen Buch steht für Teddy, meinen Großen. Ach übrigens, heute musste er zwangsbaden. Das olle Ferkel hat sich mal wieder in einem Kackehaufen gesühlt, also war ein Bad dran.

Teddy

Mit 2 Jahren kammst zu mir,
von Heut auf Morgen,
gabt’s mir dein Herz.
Zwei Seelen trafen sich,
wurden eins,
für immer und ewig.
Du weinst,
deine Beine versagen ihren Dienst,
wenn ich geh.
Freust dich,
bist gesund,
wenn ich komm.
Bist ein Frauenheld,
ob Mensch oder Tier.
Liebst es,
wenn sie dich rufen,
mit lieblich feiner Stimme.
Jede Hundedame ist dein,
bist der King im Revier,
alle Rüden zollen dir Respekt.
Wachst an meinem Bett,
wenn ich schlaf oder krank.
Wenn ich wein und trauer,
du mir spendest Trost.
Bist mein kleiner großer Teddy,
mein Freund,
mein Kumpel.
Gibt’s,
was man dir gibt,
bist kein Heuchler,
kein Schmeichler.
Ich liebe dich,
mein kleiner großer Held.

25. März „Bus fahrt Razgrad“

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Karin war gestern mit dem Bus nach Razgrad unterwegs. Fahrzeit von Varna mit einem Bus etwa 1,5, Stunden. Fahrzeug war ein normaler Reisbus, aber schon älteren Baujahrs. Das Fahrzeug selbst war in einem guten Zustand, nicht Deutsch jetzt bitte denken. Aber hier fahren weit aus schlechtere Bus auf normalen Strecken. Dort hatte Karin leider nur Zeit ein paar Bilder rund um den Busbahnhof zu machen. Wer jetzt schon das ein oder andere Bild hier von mir gesehen hat, wird merken, das man auch hier von einer normalen bulgarischen Stadt sprechen kann. Hochhäuser, neben Einfamilienhäusern und wie in Deutschland Reklame und Hinweisschilder dazwischen. Razgrad hat wie Burgas gegenüber Varna auf den ersten Blick die gleichen Vorteile. Es ist dort sauberer und die Straßen sind besser in Schuss. Man merkt hier in Varna leider, welcher Bürgermeister die letzten 12 Jahre vor 2013 das Geld in andere Kanäle verschwinden lassen hat, als er sollte. Karin wird dort in der Nähe bei einem Gästehaus, am 3 .April fängt sie an die ersten Wände zu malen und für mich kommt dann wohl im Herbst noch Ausbauarbeiten zu. Das entscheidet sich aber nach Saisonverlauf. Ist klar, man muss verdienen, was man ausgeben will.