30. März “ Sonderstellung in Bulgarien“

Heute noch mal zu unserem Vinitsa zurück. Die meisten verstehen ja nicht, warum Vinitsa keinen Bürgermeister hat und nur einen Direktor. Versuche hier mal in Kurzform die Geschichte dazu wiederzugeben.  Vinitsa war eigentlich ein kleines Bergdorf in der nähe von Varna. Die Lage aber in einem Bergtal, das nur zum Schwarzen Meer hin offen ist, war und ist hier immer deutlich besseres Wetter als in Varna direkt. Das hat mit den Windeinflüssen an der Bergkuppe hinter dem Ort zu tun, als Meteorologe könnte ich euch jetzt mit den Fachbegriffen tot schmeißen. Darum wurde es interessant für Weinbau und später für die kommunistische Garde als Garten und Dacia (Lauben)-Viertel wichtig. Nun siedelten sich aber auch immer mehr Menschen hier an, wegen der kurzen und direkten Anbindung an Varna, aber des leichteren und sauberen Lebens hier oben. Somit floss Vinitsa dann in das Stadtbild von Varna mit ein und wurde ein Stadtteil. Nun wollte aber die Bürgermeisterin hier in Vinitsa den Ort wieder in seine Eigenständigkeit zurück führen. Denn man zählt mittlerweile um die 20000 Einwohner, also Kleinstadt- Niveau.  Zu dieser Zeit herrscht aber in Varna der tolle Kiril Yordanov und das schon 10 Jahre. Er wollte auf keinen Fall die Steuereinnahmen aus diesem Stadtteil verlieren und eine seiner sicheresten Einnahmequellen hergeben. Somit wurde kurzer Hand der Bürgermeisterposten für Vinitsa abgeschafft und nur ein Direktor eingesetzt für die Verwaltungsarbeiten.  Man muss nur mal bedenken in Vintsa zahle ich für ein Grundstück von etwa 600 qm und einem Einfamilienhaus was halb zerfallen ist und keine Kanalisation hat 211 Lewa Jahressteuer. ( Wir haben dann in Cherkovo 1600 qm ein Haus in gutem Zustand und zahlen gerade mal 17 Lewa Steuern.) Nun rechnet man sich mal aus, was die neugebauten Häuser ob Ein- oder Mehrfamilienhäuser dann für das Jahr zahlen.  Es ist ein Ort des Mittelstandes und der Familien, also auch viel Geld für bulgarische Verhältnisse hier.  Vinitsa ist ein Ort der seine Blütehochzeit noch nicht erreicht hat, nein es ist mit weiterem und deutlichen Wachstum hier zu rechnen. Deswegen der so wichtige und feste Anschluss an Varna.

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So und hier für die Freunde der Deutschen Rechtschreibung ein bisschen was hartes:   Ogen, Flesch und Bene, wer ma haut den hau ick wieda. Wenn dene Schrippe nit wesst wo se kriegst, dann musst kanst schieben. Liebe Mischpoke, ick wünsch euch jans jut Jeschmack beim Malorka süffeln.

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