29. April “ Der bulgarische Lionel Messi! „

Ein kleines Erlebnis von Karin, sie war am Sonntag in Sofia erst dort bei GERB und dann bei Mama.

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Gestern bin ich nach Sofia in die Armeec Arena zur Gerb Europawahleröffnungsfeier gefahren.
Die Hinfahrt mit dem Bus von Karnobat nach Sofia war witzig. Jeder machte so am frühen Morgen sein Ding und erwachte langsam. Dann räumten wir erst einmal Mißverständnisse aus dem Weg. Die Damen dachten, ich wäre Engländerin, nein ich bin Deutsche und schon war ein munteres Gespräch im Gange.
Nach knapp 5 Stunden, kamen wir in Sofia an. Da wurde mir erstmal das Ausmaß dieser Veranstaltung bewußt. Ich sah Busse, Busse und Busse sowie Menschen in Massen. So langsam wurde mir klar: “Immer schön bei der Gruppe bleiben, sonst findest du den Weg nach Hause nie wieder!” Gesagt, getan.
So, an der Arena angekommen, Tickets suchen und verteilen. Ein junger Mann aus unserem Bus versuchte mir auf englisch zu erklären, das blaue Kärtchen ist für das Mittagessen. Meine Antwort: “ Аз разбирам! Ah sie spricht bulgarisch war seine Erkenntnis. Naja für manches reicht es, aber nicht für alles. Na jedenfalls paßten alle irgendwie auf uns auf, damit wir nicht verloren gehen. Meine erste Erkenntnis des Tages, juchhu verloren gehe ich nicht, denn irgendwie ist jeder bestrebt auf mich aufzupassen! Im übrigen sehr angenehm, denn das hilft schon sehr weiter.
Dann in die Halle, Plätze suchen. Ahh super gefunden, mit guten Ausblick auf das Geschehen. Plätze einnehmen und Mittag organisieren, mit besagten Kärtchen. Alles geklappt, jetzt Rahmenprogramm schauen.
Von Tenören, über Sopranistinnen und Folkloretanzgruppe zu einer jungen Dame, die englisch sang. Es war unterhaltsam und langsam aber sicher fühle auch ich mich wohl in meiner Haut. Mein Gedanke zu dieser Zeit, Mensch wie eine Wahlveranstaltung in Deutschland, nur in bulgarischer Sprache. Ist ja logisch wir sind ja hier in Bulgarien.
Dann ging‘s los. Ich saß und freute mich. Es wurde lauter und lauter, Fahnen schwenkten und Plakate wurden hochgehalten. Wow, wer kommt denn jetzt??? Ist ja wie bei uns im Fußballstadion. Mensch jetzt kommt jemand wie Lionel Messi, war mein Gedanke, also mit aufstehen, ich will ja auch was sehen! Und wieder wurde es noch lauter und Rufe ertönten. „Boyko, Boyko!“

hallo
Als ich die Rufe hörte und auch den Einzug der Gladiatoren vernahm, klickte es in meinem Hirn. Kein Lionel Messi, da kommt Boyko Borissov! In meinem Kopf tobte der Wahnsinn, Mensch der Kerl ist ja ein Popstar. Ihr glaubt es kaum, aber die Leute tobten und freuten sich richtig. Man das war eine Erkenntnis, daß der Politiker wie ein Popstar begrüßt wird!
Die Damen um mich rum wunderten sich warum ich so ein Gesicht machte und ich erklärte ihnen wie ich das aus Deutschland kenne. Angela Merkel kommt rein und wir klatschen. So fertig. Boyko Borissov kommt in den Saal und die Halle tobt gefühlte 10 Minuten wie beim Fußball! Ist schon ein Unterschied! Na jedenfalls lachten alle herzlich bei meiner sehr bildlichen Erklärung und die Damen meinten, das wäre der Temperamentunterschied. Ja ist durchaus möglich.
Mein Fazit für gestern, ich habe mich sehr wohl gefühlt und aufgenommen und nach großem Erstaunen habe auch ich mich von der Stimmung anstecken lassen und es genossen. Es war eine gelungene Veranstaltung und ich komme bald wieder.

 

begrüßung eurokabinet

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28. April “ Hoher Besuch „

alle

Am Samstag hatten wir hohen Besuch aus Varna. War ein wundervoller Tag und es tut gut mit Menschen zu sprechen, die verstehen, wenn die Mutter in einem Hospiz ist und der Hund gerade von einem gegangen ist. Auch nach einem Tag, wie den Freitag ist das gut gewesen. Freitag haben wir es dann doch noch irgendwie geschafft alles zum Verlag zu bekommen. Das Problem war einfach das PDF war erst nicht so wie es sollte. Falsches Programm zum Formatieren genommen. Beim Verlag kamen auf einmal nur halbe Seiten an, der Rest war einfach abgeschnitten. Nach guten 13 Stunden neu eingeben, Programm setzten und 127 MB übermitteln, war es dann doch geschafft. Das Buch ist doch noch angekommen. So mit ist Nummer 4 von 12 fertig, warte jetzt noch auf Drucklegung und dann gibt es ISBN und auch was für ein Buch es am Ende wurde. Nach mehrmaligen hin und her habe ich es doch noch geschafft. In diesem Monat habe ich für vier Bücher Seiten verfasst. Bin aber nie wirklich vorwärts gekommen. Jetzt hat es geklappt und das in nur 2 Tagen. Ich glaub bis Freitagabend habe ich in 4 Tagen nur 12 Stunden geschlafen. Na irgendwie hat mich der Tod von Teddy beflügelt und ich konnte wieder schreiben wie der Teufel. Freue mich schon auf Mittwoch und den Geburtstag meiner Schwester. Abwechslung muss sein.

m u f

23. April “ R.I.P. moj (mein) Teddy“

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Es reicht jetzt langsam. Diese Jahr ist das Jahr des Todes. Erst kommt Ker und sagt Muttern wird höchstens noch 6 Monate haben. Jetzt ist sie gleich mit Thanatos gekommen und Hermes begleitet Teddy in Hades Reich. Ja wir haben diese Jahr ein scheiß Jahr, was das angeht. Nun ist er mit seinen 14 Jahren auch nicht mehr der Jüngste gewesen. Er begleitete mich über Jahre und war mir eins der Liebsten.

Teddy

Mit 2 Jahren kammst zu mir,
von Heut auf Morgen,
gabt’s mir dein Herz.
Zwei Seelen trafen sich,
wurden eins,
für immer und ewig.
Du weinst,
deine Beine versagen ihren Dienst,
wenn ich geh.
Freust dich,
bist gesund,
wenn ich komm.
Bist ein Frauenheld,
ob Mensch oder Tier.
Liebst es,
wenn sie dich rufen,
mit lieblich feiner Stimme.
Jede Hundedame ist dein,
bist der King im Revier,
alle Rüden zollen dir Respekt.
Wachst an meinem Bett,
wenn ich schlaf oder krank.
Wenn ich wein und trauer,
du mir spendest Trost.
Bist mein kleiner großer Teddy,
mein Freund,
mein Kumpel.
Gibt’s,
was man dir gibt,
bist kein Heuchler,
kein Schmeichler.
Ich liebe dich,
mein kleiner großer Held.

Auf dem letzten Foto sind beide vereint, die uns verlassen in diesen Stunden, die uns gaben ihr Herz, die immer in unseren Seelen.

22. April “ Trinklieder“

Also, Gestern durfte ich ein bulgarisches Trinklied kennen lernen. Vasko hatte Geburtstag und er kam so gegen 9 das erste Mal und brachte ein paar Pralinen. Dann machte er seine Runde durchs Dorf und ließ sich noch schnell zu einem offenen Laden bringen. Den in Cherkovo war Gestern alles zu. Das tat einer der hier wohnenden Engländer. Er besorgte Bier und Zigaretten. So gegen 11 Uhr war er wieder da und wir feierten dann hier bei uns. Es floss natürlich nicht nur Bier, nein auch Rakija gab es. Da spielte mit Vasko einen Song vor und ich dachte, na toll, Trinklieder sind hier genauso wie in Deutschland.

https://www.youtube.com/watch?v=U7vpdLMvO6I

https://www.youtube.com/watch?v=Qw0Mql-QmmA

Mal ein Vergleich, also ich kann beiden nichts abgewinnen. Aber man lässt dem anderen trotzdem sein Lied. Ist ja auch irgendwie schon witzig. So unterschiedlich wie Deutsche und Bulgaren sind, aber bei sowas werden Menschen doch alle gleich, egal wer.  War ein langer Tag gestern, haben dann noch in so einer Art Clubraum mit anderen Vasko seinen Geburtstag gefeiert. So um 23 Uhr war dann Schluss. Nach 12 Stunden picheln, wie die Haderratten , war einfach das Licht aus.

20. April „Ostern und „

Obstkuchen mit Streusel

 

Habe mich weiter an Kuchen machen gewagt, ist ja nun  mal nicht mein Spezialgebiet. Diesmal habe ich Obstkuchen mit Streusel gemacht. Also Karin und Vasko finden ihn toll. Muss dann wohl gelungen sein, obwohl mir selbst der Boden noch zu dick ist. Es ist aber bekanntlich kein Meister vom Himmel gefallen. Haben heute Morgen mit Muttern telefoniert und ihr ging es nicht so gut, Karin fährt nächste Woche wieder hin, hoffen, das es dann wieder besser ist. Aber natürlich, weiß man immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, wie lange noch. Haben Heute mit mehreren Eierklopfen gemacht, das ist hier in Bulgarien Tradition. Man trifft sich und es nimmt jeder ein gekochtes Ei in die Hand und man klopft es gegen das Ei des anderen. Das Ei was ganz bleibt, bringt seinem Besitzer ein Jahr lang Glück und Gesundheit heißt es. Natürlich, darf man das Ei trotzdem essen hinterher. Ja gut, das ich gestern Eier gekocht und gefärbt habe. Ansonsten, war es hier auf unserem Dorf sehr ruhig gegen sonst. Nur gegen 13 Uhr war es vorbei mit Ruhe, da hat uns eine richtig heftiges Gewitter heimgesucht. Neben straken Regen, so dick, das man ihn hätte schneiden können. Gab es auch Blitz und Donner aus vollen Rohren, ein Blitz hat es sogar geschafft Cherkovo für eine Zeit vom Stromnetz zunehmen. Da muss man jetzt aber mal den Stromanbieter hier in der Region loben, nach dem Gewitter, keine 30 Minuten später war alles wieder da. Das auf einem Ostersonntag und in Bulgarien, wo man doch immer sagt, hier ist alles ein bisschen langsamer. Also Daumen hoch. Allen Lesern auch ein frohes Ostern.

( Nun noch in eigener Sache, für alle bei denen es noch nicht ankam. Ja es ist sowas wie ein Tagebuch zu meinem Versuch 12 Bücher in 12 Monaten zu schreiben und auch zu veröffentlichen. Diese Bücher sind alle in verschiedenen  Genres von Biografien, Kinderbüchern, Gedichtsbänden, Fabeln, Fotobände, Krimi und anderen gelagert. Mit diesem Tagebuch und seiner Veröffentlichungen auf einer Blogseite, möchte ich den Menschen nur die Chance geben von einer Ur-Kladde, wie sie hier steht ( natürlich noch unkorrigiert) bis hin zum fertigen Buch im Dezember an seiner Entstehung teilzuhaben. Diese Ur-Kladden gibt eigentlich kein Schriftsteller freiwillig heraus und zeigt sie auch nicht, denn sie sind nie sauber und rein von Fehlern. Auch gibt es immer wieder ein Problem mit den von Anderen so angepriesenen Rechtschreibprogrammen, ich habe hier eins laufen, aber es versteht oft meine Texte nicht. Das liegt aber weniger an mir und auch nicht an dem Programm. Das Problem liegt eher darin das Programm schreibt und liest 2013/14 und ich eher in den Gefilden von 1750 – 1830. Somit umfasst meine Wortbildung oft Dinge, die ein modernes Programm nicht kennt oder weis damit etwas anzufangen. Wenn ich also dann mit dem Programm „Rechtschreibfehler“ in seinen Augen beseitige, dann passt oft der ganze Text nicht mehr zu einem Bild. Aber deswegen ist dies nur die einfache Ur-Kladde und noch nichts fertiges. )

16. April „Der Kieselstein“

Einst lag am Ufer ein Kieselstein, er wollte Großes machen. Da sah er ein Stück Papier schwimmen auf des Wasser Wogen. Er wollte mit, auch bestaunt werden von Mensch und Tier beim schwimmen und tanzen auf des Wasser Wogen. Nun war aber das Meer nicht weit und der Stein schwer. So beschloss er das Papier mit sich zu reißen in die Tiefe. Packte es und sank tief. Im dunkel der Tief wollte lesen der Stein, konnte aber nicht verstehen. Er sprach ein anderen Stein an und suchte Hilfe. Doch dieser Stein nicht schlauer als er, konnte auch nicht lesen, was er las. Nun beschlossen sie, wir reißen das Papier weit in die Tiefsee und versenken es auf ewig und immer. Gesagt und getan, sie stießen sich an und brachten eine Lawine in Gang. Sie rutschen und rissen das Papier weit hinab. Es ist dunkel hier und keiner kann mehr lesen was geschrieben stand. Die Steine freuten sich, Sieg, Sieg, doch da eine Strömung sanft nahm das Papier mit ans Licht. Die Steine schauten hinterher, konnte nicht , den sie waren zu schwer. Blieben allein und verbitter im dunklen Grab, was sie sich selbst ausgruben. Das Papier kam ans Licht und wurd gefunden, frei und glücklich sanft sich wieder erhebt.

14. April „Besuch bei Muttern“

Heute Morgen bin ich vor dem Aufstehen in das Taxi und dann nach Karnobat und weiter nach Sofia. Ich war dran mit dem Besuchen, ich wollte sie sehen und reden.  Dort bin ich gleich vom Bahnhof zum Hospiz und zu ihr auf das Zimmer. Es ging ihr wieder besser, sie hat Heute einen ihrer besseren Tage. Als sie aufgestanden war, habe ich mich mit ihr auf den Weg in den Park vor dem Haus gemacht. Es war soweit tolles Wetter, die Sonne schien sogar und wir setzten uns auf eine Bank. Nach einer Weile sind wir dann wieder rein, da Muttern es doch langsam frisch wurde, ist halt die Krankheit. Ich erzählt ihr von dem was so in Cherkovo läuft und wie ich mit dem Buch vorwärts komm. Auch das ich weiter fleißig am Tagebuch schreibe und es auch veröffentliche. Dann saßen wir noch so zusammen und es tat schon weh, zu wissen, das Muttern wohl nie unser neues Haus wieder zusehen bekommt. Ich habe versucht stark zu sein, aber sie merkt schon, das es mir schwer fiel. Sie gab mir Kraft und zu verstehen, das es gut sei. Ich wollte ihr dann zeigen, was wir so alles die letzten Tage gemacht haben. Also fuhr ich das Internet hoch auf dem Laptop und ging rein. Doch was sich mir da bot, wollte ich ihr eigentlich nie zeigen. In der einen Gruppe wo ich diesen Post nun immer mit reinsetze, weil es halt Bulgarien ist, wie es ist. Wurde ich massiv angegriffen, man ist der Meinung ohne je ein Buch von mir gelesen zu haben, von meinem Tagebuch auf alles Rückschließen zu können, was ich schreibe. Muttern lass die Texte und auch die Eigenartigen Nachrichten mit und sie hat nur den Kopf geschüttelt. Sie versteht nicht, wieso Menschen, die es nicht lesen wollen, es dann tun. Wie Menschen vor Neid so erniedrigend gegen andere schießen können. Was sie am wenigstens versteht, wozu sie, ihr Vater, ihre Mutter, wie ihre Kinder und all die anderen die je für Freiheit und Demokratie gekämpft haben, es taten. Ein Gruppenobermotz spielt sich zum Diktator auf und befiehlt, wer wie oft und wann schreibt. Menschen, den man die Meinung sagte, nach dem sie ein persönlich Angriffen versuchen auf breiter Front gegen ein zu schießen. Muttern hat nur so gesagt, was soll das. Wie können diese Menschen der Meinung sein, ein Urteil über ein anderen zu fällen ohne etwas zu wissen. Wie kann es in unserer Welt von Heute noch kleine Diktatoren geben, die denken sie wären Gott gleich. Sie versteht diese Menschen nicht. Hat sich dann extra die Gruppe von mir zeigen lassen und sagte dann ganz erstaunt: “ Was wollen die, da gibt es doch mindestens 3 Personen, die ich auf Anhieb sehe, die mehr in der Gruppe stellen und dann nicht mal ihr Eigentum nur aus Presse oder sonst woher.“ Überlegt euch mal eine Frau von 72 ist so fit und trifft solche Aussagen, da wollen andere erstmal hinkommen. Die Frage die dann kam haut mich richtig aus dem Latschen: “ Sag mal Frank brauchst du die Deppen eigentlich, mach die Tonne auf und schmeiße sie zu dem anderen Müll.“ Ich dachte nur so bei mir, Heute ist sie besonders Fit, sie sieht und merkt alles. Ich bin so froh dagewesen zu sein und Morgen früh gehe ich noch mal vorbei, muss erst gegen Mittag los. Ich werde die Stunden mit ihr genießen. Die Bilder Heute sind Blumen aus unserem neuem Garten, da Gestern ja Blumentag und das Lazeruswochenende war. Ich hatte einigen versprochen dies Heute zu zeigen.

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