23. April “ R.I.P. moj (mein) Teddy“

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Es reicht jetzt langsam. Diese Jahr ist das Jahr des Todes. Erst kommt Ker und sagt Muttern wird höchstens noch 6 Monate haben. Jetzt ist sie gleich mit Thanatos gekommen und Hermes begleitet Teddy in Hades Reich. Ja wir haben diese Jahr ein scheiß Jahr, was das angeht. Nun ist er mit seinen 14 Jahren auch nicht mehr der Jüngste gewesen. Er begleitete mich über Jahre und war mir eins der Liebsten.

Teddy

Mit 2 Jahren kammst zu mir,
von Heut auf Morgen,
gabt’s mir dein Herz.
Zwei Seelen trafen sich,
wurden eins,
für immer und ewig.
Du weinst,
deine Beine versagen ihren Dienst,
wenn ich geh.
Freust dich,
bist gesund,
wenn ich komm.
Bist ein Frauenheld,
ob Mensch oder Tier.
Liebst es,
wenn sie dich rufen,
mit lieblich feiner Stimme.
Jede Hundedame ist dein,
bist der King im Revier,
alle Rüden zollen dir Respekt.
Wachst an meinem Bett,
wenn ich schlaf oder krank.
Wenn ich wein und trauer,
du mir spendest Trost.
Bist mein kleiner großer Teddy,
mein Freund,
mein Kumpel.
Gibt’s,
was man dir gibt,
bist kein Heuchler,
kein Schmeichler.
Ich liebe dich,
mein kleiner großer Held.

Auf dem letzten Foto sind beide vereint, die uns verlassen in diesen Stunden, die uns gaben ihr Herz, die immer in unseren Seelen.

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22. April “ Trinklieder“

Also, Gestern durfte ich ein bulgarisches Trinklied kennen lernen. Vasko hatte Geburtstag und er kam so gegen 9 das erste Mal und brachte ein paar Pralinen. Dann machte er seine Runde durchs Dorf und ließ sich noch schnell zu einem offenen Laden bringen. Den in Cherkovo war Gestern alles zu. Das tat einer der hier wohnenden Engländer. Er besorgte Bier und Zigaretten. So gegen 11 Uhr war er wieder da und wir feierten dann hier bei uns. Es floss natürlich nicht nur Bier, nein auch Rakija gab es. Da spielte mit Vasko einen Song vor und ich dachte, na toll, Trinklieder sind hier genauso wie in Deutschland.

https://www.youtube.com/watch?v=U7vpdLMvO6I

https://www.youtube.com/watch?v=Qw0Mql-QmmA

Mal ein Vergleich, also ich kann beiden nichts abgewinnen. Aber man lässt dem anderen trotzdem sein Lied. Ist ja auch irgendwie schon witzig. So unterschiedlich wie Deutsche und Bulgaren sind, aber bei sowas werden Menschen doch alle gleich, egal wer.  War ein langer Tag gestern, haben dann noch in so einer Art Clubraum mit anderen Vasko seinen Geburtstag gefeiert. So um 23 Uhr war dann Schluss. Nach 12 Stunden picheln, wie die Haderratten , war einfach das Licht aus.

20. April „Ostern und „

Obstkuchen mit Streusel

 

Habe mich weiter an Kuchen machen gewagt, ist ja nun  mal nicht mein Spezialgebiet. Diesmal habe ich Obstkuchen mit Streusel gemacht. Also Karin und Vasko finden ihn toll. Muss dann wohl gelungen sein, obwohl mir selbst der Boden noch zu dick ist. Es ist aber bekanntlich kein Meister vom Himmel gefallen. Haben heute Morgen mit Muttern telefoniert und ihr ging es nicht so gut, Karin fährt nächste Woche wieder hin, hoffen, das es dann wieder besser ist. Aber natürlich, weiß man immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, wie lange noch. Haben Heute mit mehreren Eierklopfen gemacht, das ist hier in Bulgarien Tradition. Man trifft sich und es nimmt jeder ein gekochtes Ei in die Hand und man klopft es gegen das Ei des anderen. Das Ei was ganz bleibt, bringt seinem Besitzer ein Jahr lang Glück und Gesundheit heißt es. Natürlich, darf man das Ei trotzdem essen hinterher. Ja gut, das ich gestern Eier gekocht und gefärbt habe. Ansonsten, war es hier auf unserem Dorf sehr ruhig gegen sonst. Nur gegen 13 Uhr war es vorbei mit Ruhe, da hat uns eine richtig heftiges Gewitter heimgesucht. Neben straken Regen, so dick, das man ihn hätte schneiden können. Gab es auch Blitz und Donner aus vollen Rohren, ein Blitz hat es sogar geschafft Cherkovo für eine Zeit vom Stromnetz zunehmen. Da muss man jetzt aber mal den Stromanbieter hier in der Region loben, nach dem Gewitter, keine 30 Minuten später war alles wieder da. Das auf einem Ostersonntag und in Bulgarien, wo man doch immer sagt, hier ist alles ein bisschen langsamer. Also Daumen hoch. Allen Lesern auch ein frohes Ostern.

( Nun noch in eigener Sache, für alle bei denen es noch nicht ankam. Ja es ist sowas wie ein Tagebuch zu meinem Versuch 12 Bücher in 12 Monaten zu schreiben und auch zu veröffentlichen. Diese Bücher sind alle in verschiedenen  Genres von Biografien, Kinderbüchern, Gedichtsbänden, Fabeln, Fotobände, Krimi und anderen gelagert. Mit diesem Tagebuch und seiner Veröffentlichungen auf einer Blogseite, möchte ich den Menschen nur die Chance geben von einer Ur-Kladde, wie sie hier steht ( natürlich noch unkorrigiert) bis hin zum fertigen Buch im Dezember an seiner Entstehung teilzuhaben. Diese Ur-Kladden gibt eigentlich kein Schriftsteller freiwillig heraus und zeigt sie auch nicht, denn sie sind nie sauber und rein von Fehlern. Auch gibt es immer wieder ein Problem mit den von Anderen so angepriesenen Rechtschreibprogrammen, ich habe hier eins laufen, aber es versteht oft meine Texte nicht. Das liegt aber weniger an mir und auch nicht an dem Programm. Das Problem liegt eher darin das Programm schreibt und liest 2013/14 und ich eher in den Gefilden von 1750 – 1830. Somit umfasst meine Wortbildung oft Dinge, die ein modernes Programm nicht kennt oder weis damit etwas anzufangen. Wenn ich also dann mit dem Programm „Rechtschreibfehler“ in seinen Augen beseitige, dann passt oft der ganze Text nicht mehr zu einem Bild. Aber deswegen ist dies nur die einfache Ur-Kladde und noch nichts fertiges. )

16. April „Der Kieselstein“

Einst lag am Ufer ein Kieselstein, er wollte Großes machen. Da sah er ein Stück Papier schwimmen auf des Wasser Wogen. Er wollte mit, auch bestaunt werden von Mensch und Tier beim schwimmen und tanzen auf des Wasser Wogen. Nun war aber das Meer nicht weit und der Stein schwer. So beschloss er das Papier mit sich zu reißen in die Tiefe. Packte es und sank tief. Im dunkel der Tief wollte lesen der Stein, konnte aber nicht verstehen. Er sprach ein anderen Stein an und suchte Hilfe. Doch dieser Stein nicht schlauer als er, konnte auch nicht lesen, was er las. Nun beschlossen sie, wir reißen das Papier weit in die Tiefsee und versenken es auf ewig und immer. Gesagt und getan, sie stießen sich an und brachten eine Lawine in Gang. Sie rutschen und rissen das Papier weit hinab. Es ist dunkel hier und keiner kann mehr lesen was geschrieben stand. Die Steine freuten sich, Sieg, Sieg, doch da eine Strömung sanft nahm das Papier mit ans Licht. Die Steine schauten hinterher, konnte nicht , den sie waren zu schwer. Blieben allein und verbitter im dunklen Grab, was sie sich selbst ausgruben. Das Papier kam ans Licht und wurd gefunden, frei und glücklich sanft sich wieder erhebt.

14. April „Besuch bei Muttern“

Heute Morgen bin ich vor dem Aufstehen in das Taxi und dann nach Karnobat und weiter nach Sofia. Ich war dran mit dem Besuchen, ich wollte sie sehen und reden.  Dort bin ich gleich vom Bahnhof zum Hospiz und zu ihr auf das Zimmer. Es ging ihr wieder besser, sie hat Heute einen ihrer besseren Tage. Als sie aufgestanden war, habe ich mich mit ihr auf den Weg in den Park vor dem Haus gemacht. Es war soweit tolles Wetter, die Sonne schien sogar und wir setzten uns auf eine Bank. Nach einer Weile sind wir dann wieder rein, da Muttern es doch langsam frisch wurde, ist halt die Krankheit. Ich erzählt ihr von dem was so in Cherkovo läuft und wie ich mit dem Buch vorwärts komm. Auch das ich weiter fleißig am Tagebuch schreibe und es auch veröffentliche. Dann saßen wir noch so zusammen und es tat schon weh, zu wissen, das Muttern wohl nie unser neues Haus wieder zusehen bekommt. Ich habe versucht stark zu sein, aber sie merkt schon, das es mir schwer fiel. Sie gab mir Kraft und zu verstehen, das es gut sei. Ich wollte ihr dann zeigen, was wir so alles die letzten Tage gemacht haben. Also fuhr ich das Internet hoch auf dem Laptop und ging rein. Doch was sich mir da bot, wollte ich ihr eigentlich nie zeigen. In der einen Gruppe wo ich diesen Post nun immer mit reinsetze, weil es halt Bulgarien ist, wie es ist. Wurde ich massiv angegriffen, man ist der Meinung ohne je ein Buch von mir gelesen zu haben, von meinem Tagebuch auf alles Rückschließen zu können, was ich schreibe. Muttern lass die Texte und auch die Eigenartigen Nachrichten mit und sie hat nur den Kopf geschüttelt. Sie versteht nicht, wieso Menschen, die es nicht lesen wollen, es dann tun. Wie Menschen vor Neid so erniedrigend gegen andere schießen können. Was sie am wenigstens versteht, wozu sie, ihr Vater, ihre Mutter, wie ihre Kinder und all die anderen die je für Freiheit und Demokratie gekämpft haben, es taten. Ein Gruppenobermotz spielt sich zum Diktator auf und befiehlt, wer wie oft und wann schreibt. Menschen, den man die Meinung sagte, nach dem sie ein persönlich Angriffen versuchen auf breiter Front gegen ein zu schießen. Muttern hat nur so gesagt, was soll das. Wie können diese Menschen der Meinung sein, ein Urteil über ein anderen zu fällen ohne etwas zu wissen. Wie kann es in unserer Welt von Heute noch kleine Diktatoren geben, die denken sie wären Gott gleich. Sie versteht diese Menschen nicht. Hat sich dann extra die Gruppe von mir zeigen lassen und sagte dann ganz erstaunt: “ Was wollen die, da gibt es doch mindestens 3 Personen, die ich auf Anhieb sehe, die mehr in der Gruppe stellen und dann nicht mal ihr Eigentum nur aus Presse oder sonst woher.“ Überlegt euch mal eine Frau von 72 ist so fit und trifft solche Aussagen, da wollen andere erstmal hinkommen. Die Frage die dann kam haut mich richtig aus dem Latschen: “ Sag mal Frank brauchst du die Deppen eigentlich, mach die Tonne auf und schmeiße sie zu dem anderen Müll.“ Ich dachte nur so bei mir, Heute ist sie besonders Fit, sie sieht und merkt alles. Ich bin so froh dagewesen zu sein und Morgen früh gehe ich noch mal vorbei, muss erst gegen Mittag los. Ich werde die Stunden mit ihr genießen. Die Bilder Heute sind Blumen aus unserem neuem Garten, da Gestern ja Blumentag und das Lazeruswochenende war. Ich hatte einigen versprochen dies Heute zu zeigen.

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13. April „Gestatten, der Neue Professor Purzel“

Ja wir haben einen Zuwachs in der Familie bekommen. Karin konnte einfach nicht der Versuchung widerstehen und einen Hasen vor der Bratröhre retten. Sie war der Meinung, das ist kein Osterbraten, auch wenn es noch dauert bis er die richtige Größe erreicht.  Also war Gestern dann für mich angesagt Kaninchenbucht bauen. Holz sammeln, schauen was ist so da und wo stellen wir ihn dann hin. Also wegen Platzmangel bei 80 mal 80 Zentimeter wird sich Professor Purzel wohl nicht beschweren. Gott sei dank sind auf solchen Grundstücken immer die richtig Materialen zu finden um solch eine Buchte herzustellen. Somit hat Karin ihr erstes Tier für ihren Zoo gesammelt. Sie weis aber auch das es nicht so weitergeht, denn zum retten gehört auch immer noch die Versorgung und Betreuung hinten raus. Aber bei einem solchen Hasen bin ich schon bereit zu sagen: OK. Somit stellt sich Heute nun für alle Leser Herr Professor Purzel im Bild vor.

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Ein Abend vorher hatten wir dann noch Besuch aus dem nahen Bach. Es ist nun mal die Zeit der Froschwanderungen. Hier ein kleines Bild von unserem Nachtbesuch, der sich fast in das Haus verirrt hätte. Aber ein schneller Trageeinsatz und er war an der Uferseite des Baches.

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12. April „Begegnungen der anderen Art“

Hi Heute mal wieder ein kleiner Wink mit dem PC an alle. Ja ich weiß, war jetzt 2 Tage nicht am schreiben (Jedenfalls nicht hier). Nun kommen mal wieder ein paar Zeilen. Also unsere Bürgermeisterin würde man nicht unbedingt auf den ersten Blick erkennen. Sie sieht nicht besonders gekleidet aus oder sowas, nein sie wirkt wie alle älteren Damen hier aus dem Ort. Sie hat, als sie das Amt übernahm eine schwere Hürde mitgenommen. Der alte Bürgermeister, war wie der Bürgermeister von Karnobat in der gleichen Partei und sie haben hier wohl etlich Gelder hinlaufen lassen. Als die Taschen dann voll genug waren, war der Bürgermeister von Cherkovo weg. Man konnte leider die Wege der Gelder nicht klar auf das Versagen von Karnobat zurückverfolgen und so sitzt dort immer noch der Gleiche im Rathaus. Nur der Bürgermeister hier ist weg und mit ihm die Gelder. Nun hat sich unsere neue Bürgermeisterin damals bereit erklärt diesen Job zu machen und kämpft seit dem gegen Karnobat und den Unwillen Geld in das Dorf zu stecken. Dazu sei gesagt, sie ist eine andere Partei oder sogar frei und er nun mal anders, das ist dann auch sowas wie Willkür von ihm. Bloß er schadet damit ja nicht der Bürgermeisterin, sondern den Menschen hier vor Ort. Nun macht sie auch abends öfters mal eine Runde durch das Dorf um zusehen, gibt es Probleme, hat wer sorgen oder, oder. Am Donnerstag ist sie nun bei uns vorbei und an der Seite von unserem Grundstück war eine Torbefestigung nicht ganz dicht. Da hat sie uns gleich bescheid gegeben, damit wir das Tor fest machen können und nicht wer dort einen Eingang sucht um zu klauen. Sie sagte auch noch, das es ihr nicht um die Leute aus dem Dorf geht, nein 5 Kilometer von hier ist ein anderes Dorf und das ist zu 85 Prozent in Hand von bulgarischen Zigeunern und die kommen hier schon mal schauen, um dann scheiße zubauen. Den unsere Gipsy (so werden sie hier von den Bulgaren genannt) sind in das Dorfgefüge eingebunden und man sitzt auch gemischt in der Bar, Engländer, Deutsche, Bulgaren und Gipsy bunt durcheinander. Wenn wer hier arbeit hat, werden immer erst Leute hier aus dem Dorf genommen um zu helfen. Hier ist schon ein festes Gefüge vorhanden, wo auch der Eine den Anderen akzeptiert. Nun war die letzten Tage wirkliches scheiß Wetter, kalt und viel Regen, da kam ich nun gut zum schreiben und bin endlich auf der Zielgeraden, somit schaff ich es das Buch doch noch in diesem Monat fertig zumachen.

Storchennest